Die Bude um die Ecke ist ein wertvoller Treffpunkt für Groß und Klein

Die Bude um die Ecke ist ein wertvoller Treffpunkt für Groß und Klein

Trinkhallen haben auch in unserem Jahrhundert immer noch eine faszinierende Wirkung auf den Verbraucher und vor allem in Großstädten sind viele der „Buden um die Ecke“, wie diese oft liebevoll genannt werden nicht mehr wegzudenken. Buden oder Trinkhallen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten und waren vor etwa hundert Jahren der absolute Renner im Rhein-Main-Gebiet und vor allem im Ruhrgebiet.

Als in den 70er und 80er Jahren immer mehr Discounter und Supermärkte ihre Pforten öffneten, mussten einige der Buden um die Ecke ihre Türen schließen, da sich der Betrieb aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr rentierte. Dennoch stehen bis heute noch einige der begehrten Trinkhallen hartnäckig in den Wohngebieten Deutschlands. Die Besitzer betreiben ihre Trinkhallen mit sehr viel Herz und Einsatz. Sie fühlen sich in ihrer Existenz bedroht, vom Staat gibt es kaum Hilfe und so müssen die Betreiber jedes Jahr sehen, wie sie über die Runden kommen.

Trinkhalle
Schon in den 70er und 80er Jahren ein beliebter Treffpunkt

Gemeinsamkeit und Persönlichkeit wird groß geschrieben

Bei Befragungen von Anwohnern aus der Nachbarschaft, steht eindeutig fest, dass diese ihre Trinkhalle oder ihre Bude um die Ecke brauchen. Sei es, um sich mal eben die beliebte Tüte mit allerlei Süßkram zu besorgen oder sich einen Durstlöscher zu kaufen. Im Grunde geht es vielen Anwohnern gar nicht so sehr, sich einen Durstlöscher kaufen zu können. Es geht vielmehr um ein vertrautes Miteinander und eine persönliche Ansprache des Betreibers. Der kennt nämlich seine Kunden meistens ganz genau. So wird täglich neben frischen Brötchen und der Zeitung der neuste Klatsch und Tratsch ausgetauscht und so mancher hat seine ganz eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Viele Betreiber der Buden um die Ecke sind nicht nur Verkäufer, sondern hören sich geduldig die Geschichten der Kunden an und haben nicht selten sogar richtig gute Ratschläge parat.

Die Bude ist mehr als nur Einkaufen um die Ecke

Kein Wunder also, dass große und kleine Leute gerne die Trinkhallen besuchen, um sich auszutauschen. Es wird gelacht, geredet und manchmal auch geweint, wissen die Besitzer zu berichten. Es ist alles sehr persönlich, so etwas kann kein Supermarkt bieten. Die Bude um die Ecke ist also längst mehr, als nur mal eben die Tüte mit Süßes zu besorgen. Die meisten der Buden haben auch am Sonntag geöffnet und wird von den Anwohnern auch oft genutzt. Sei es ein Päckchen Nudeln oder Toilettenpapier zu besorgen, dass am Vortag vergessen wurde im großen Supermarkt einzukaufen. In der Bude um die Ecke findet sich fast alles. Sogar eine Fanta Exotic kaufen ist möglich, berichtet ein kleiner Grundschüler, der gerne zur Bude um die Ecke läuft, um sein erstes Taschengeld auszugeben. Die Bude um die Ecke ist und bleibt ein beliebter Treffpunkt, der hoffentlich noch bald bestehen bleibt.

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